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Billiger Strom

Die Preiserhöhungen der letzten Zeit haben viele Verbraucher schwer getroffen, vor allem die, die nicht viel verdienen. In den letzten zehn Jahren sind die Energiekosten trotz der Liberalisierung des Strommarktes um rund 70 Prozent angestiegen, und nicht jeder kann diese hohen Kosten einfach so bezahlen. Aus dem Grund haben auch bereits im Jahr 2007 rund eine Million Verbraucher den Stromanbieter gewechselt, und den meisten Kundenzufluss hatten natürlich die Billigstromanbieter.

Billigstromanbieter, bzw. Stromdiscounter sind noch relativ neu, und ein Produkt der Nachfrage der Kunden. Doch nur bei wenigen Anbietern handelt es sich wirklich um eigenständige Unternehmen, die meisten sind Ableger von großen Konzernen, die allerdings unter dem eigenen Namen weiterhin teuren Strom verkaufen. Deshalb kam auch das kuriose Ergebnis zustande, dass E.ON an sich zwar einige tausend Kunden verloren hat, aber die Tochterfirma E wie Einfach hunderttausende Kunden gewonnen hat. Und somit profitiert natürlich der Großkonzern trotzdem vom Wechsel, auch wenn viele Verbraucher damit eigentlich ihren Unmut über die erhöhten Preise zum Ausdruck bringen wollten.

Billigstromanbieter in Deutschland

Heutzutage gibt es immer mehr Billigstromanbieter. Jedoch ist billig auf Dauer nicht wirklich billig. Man sollte sich als Verbraucher immer die Frage stellen, ob man wirklich für eine Ersparnis von beispielsweise 20 Euro ein ganzes Jahr im voraus bezahlen will, mit dem Risiko, dass der Stromhändler sich verkalkuliert und man hinterher ohne Strom und ohne sein Geld dasteht. Die billigen Ableger der großen Energiekonzerne bieten zwar auch monatliche Abschläge an, und ein Cent pro Kilowattstunde weniger rechnet sich auch, aber nur bei einem hohen Verbrauch.

Da ist es sinnvoller, sich nach Anbietern umzuschauen, die auf seriöse Art und Weise günstigen Strom anbieten, und das mit vernünftigen Vertragslaufzeiten und monatlichen Abschlagszahlungen. Denn länger als sechs Monate sollte ein Liefervertrag derzeit nicht dauern, maximal ein Jahr, denn nur so kann man auch bei zukünftigen Strompreiserhöhungen wirklich flexibel reagieren und sich mithilfe eines Stromvergleichs einen neuen, und wiederum günstigeren Anbieter suchen.

Empfehlungen des Bundes der Energieverbraucher

Natürlich sollte man sich in jedem Fall vor einem Stromanbieterwechsel auch zu dem betreffenden Anbieter selbst informieren, und nicht nur zu den Tarifen und Preisen. Will man jedoch Billigstrom erwerben, gilt das ganz besonders. So spricht der Bund der Energieverbraucher einige deutliche Warnungen und Hinweise aus, die sich auf Erfahrungswerte in den letzten Jahren berufen. So sollte man bei neuen Anbietern, die nicht mit einem Betreiber von Stromnetzen verbandelt sind, doppelt vorsichtig sein. Außerdem sollten Verbraucher grundsätzlich von Vorkassenmodellen und Strompaketen die Finger lassen, oder zumindest vorher genau überlegen, ob sich tatsächlich lohnt.

Hinzu kommt, dass man aus Umweltschutzgründen keinen Strom beziehen sollte, der zu großen Teilen von Atomkraftbetreibern stammt, denn früher oder später wird Deutschland sowieso aus der Atomkraft aussteigen, und es gilt jetzt, erneuerbare Energien und einen ausgewogenen Strommix zu fördern. Man kann auch einfach mal bei seinem bestehenden Stromanbieter nach dem günstigsten Tarif fragen, meistens lässt sich so schon einiges einsparen. Stellt man fest, dass die Preise des örtlichen Versorgers unmäßig überteuert sind, kann man diese mit schriftlicher Ankündigung kündigen. Grundsätzlich sollte man eben immer ein Auge darauf haben, ob die hohen Strompreise wirklich gerechtfertigt sind oder eben nicht.

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